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Film+Migration

Bewegte Bilder - Geschichten die bewegen

Filmsprache weckt Emotionen, kann bewegen, motivieren, Verständnis und Veränderung erzeugen. Bewegte Bilder überwinden Sprachbarrieren, vergemeinschaften und bieten Anlass zu Kommunikation. Auf dieser Seite finden Sie Empfehlungen für Filme rund ums Themenfeld Migration, die sich besonders für den Einsatz in der Schule eignen.

Eine Person läuft auf einer Straße, ein weißer Richtungspfeil ist aufgemalt.

Filme über Flucht und Ankommen

Das Verständnis für die Situation geflüchteter Menschen zu fördern ist ein Ziel der Arbeit mit Filmen rund ums Thema Migration. FILM+SCHULE NRW stellt im Rahmen des Labels Ausgezeichnet! mehrere Spiel- und Dokumentarfilme aus diesem Themenfeld bereit, die sich besonders zum Einsatz im Unterricht eignen. Sie bebildern eindrücklich das Schicksal und die Lebensumstände der Menschen, die ihr Zuhause verlassen und sich oft auf lange, gefährliche Reisen begeben haben, um eine neue Heimat zu finden.

Ausgezeichnet!-Filme zum Thema

Die Piroge

Regisseur Moussa Touré erzählt die Geschichte des Fischers Baye Laye aus dem Senegal, dessen Bruder Abou wie viele andere junge Männer aus Afrika davon träumt, in Europa ein besseres Leben zu führen. Als sich die Gelegenheit bietet mit Unterstützung eines Schleppers nach Europa zu gelangen, lässt sich Baye Laye seinem Bruder zu Liebe davon überzeugen, eine Gruppe von rund 30 Menschen mit einem Fischerboot nach Spanien überzusetzen. Er weiß um die Gefahren, die solch eine Fahrt mit sich bringt und ist in großer Sorge. Als mitten auf dem Meer zunächst ein starkes Unwetter über die Reisenden hereinbricht und danach auch noch der Motor des Bootes streikt, scheint die Fahrt zum Scheitern verurteilt...

Zu "Die Piroge"

Mehrere Personen in einem Boot.

Hoppet - Der große Sprung ins Glück

Seit Azad im Fernsehen die schwedische Hochspringerin Kajsa Bergqvist gesehen hat, trainiert er mit Unterstützung seines älteren Bruders Tigris regelmäßig Hochsprung. Ihre Heimat ist jedoch nicht sicher. Es herrscht Krieg und bei einer der Trainingsstunden überleben die Brüder nur knapp einen Bombenangriff. Um dem Krieg zu entfliehen, schicken ihre Eltern die beiden einige Jahre später nach Deutschland zu Verwandten, um später nachzukommen. Azad und Tigris werden jedoch unterwegs betrogen und stranden in Stockholm. Eine mitgereiste Flüchtlingsfamilie erklärt sich nicht ganz freiwillig bereit, die Brüder als die eigenen Kinder auszugeben, sodass Azad und Tigris in Schweden bleiben und sogar dort zur Schule gehen können. Als Azad erfährt, dass die Schulsportmannschaft im Hochsprung zu einem Wettkampf nach Berlin reist, ergreift er die Gelegenheit, nach Deutschland zu kommen, um seine Eltern wiederzufinden.
 

Zu "Hoppet"

Ein Junge springt über eine Holzlatte.

Einfache Fahrt - Eine Migrationsgeschichte

Der 13jährige Sidi gehört zum Volk der Tuareg. Zusammen mit Mutter und Schwester ist er seinem
Vater nach Italien gefolgt. Alkassoum, sein jüngerer Bruder, musste im Niger bei den Großeltern bleiben.
Das Leben der beiden Brüder könnte unterschiedlicher nicht sein: Sidi besucht eine weiterführende Schule und erprobt sich in seiner Freizeit schon in seinem Traumberuf: Journalist. Sein kleiner Bruder in Afrika sorgt für die Ziegenherde seiner Familie. Als der Vater eines Tages aufbricht, um seinen jüngsten Sohn nach Italien zu holen, beginnt ein neues Leben. Sidi begleitet seinen Bruder in die Welt aus Rolltreppen und Fernsehern, deren Sprache er erst noch lernen muss. Alkassoum ist fasziniert, vermisst aber auch sein altes Zuhause.

Zu "Einfache Fahrt"

Ein Mann mit Kamera und zwei Jungen.

Ich bin jetzt hier!

In vier kurzen Dokumentarfilmen werden die Geschichten von Kindern und Jugendlichen erzählt, die aus unterschiedlichen Migrationsgründen ihre Heimat verlassen mussten und nun in einem anderen Land ein neues Zuhause gefunden haben. Neben verschiedenen Migrationsmotivationen wie Krieg im Heimatland, politischer Verfolgung oder wirtschaftlichen Problemen werden auch die Asyl- und Integrationsbedingungen in den Zielländern thematisiert. Auch die Rolle der Schule für die Integration von Kindern und Jugendlichen wird in drei der vier Filme dabei sehr deutlich. So bietet die Dokumentarfilmedition eine gute Grundlage für die unterrichtliche Aufarbeitung des Themenkomplexes.

Zu "Ich bin jetzt hier!"

Filmstill aus dem Film Sharaf, zwei Jungen sitzen sich gegenüber.

Gemeinsam Film erleben

Filmsichtungen in der Gruppe schaffen ein Gemeinschaftserlebnis. Besonders für Klassen und Kurse, in denen Kinder oder Jugendliche mit Migrationshintergrund lernen und ggf. auch Sprachbarrieren bestehen, stellen Filme eine gute Möglichkeit dar auch ohne viele Worte in den Austausch miteinander zu kommen. Denn ein Film kann „erlebt“ werden über Filmmusik, Mimik und Gestik, die oft für sich sprechen. Manche Filme kommen sogar ganz ohne Sprache aus. Aus dem Label Ausgezeichnet! eignen sich besonders jene Filme, die im Rahmen des Projektes inklusive SchulKinoWochen NRW für heterogene Workshops genutzt wurden.

Ausgezeichnet!-Filme zum Thema

Shaun das Schaf - Der Film

Shaun hat die Nase voll vom Alltagstrott auf dem Bauernhof und beschießt einen Tag Urlaub zu machen. Mit einem ausgeklügelten Plan versetzen Shaun und seine Freunde den Bauern in Tiefschlaf und bringen ihn in einem Wohnwagen unter, um im Bauernhaus sturmfrei zu haben. Als der Wohnwagen sich plötzlich selbstständig macht und mit dem schlafenden Bauern Richtung Großstadt davonrollt, startet die wollige Herde eine Rettungsaktion. Doch dabei richten die Schafe ein immer größeres Durcheinander an und müssen sich zudem vor einem Tierfänger in Acht nehmen, der sie um jeden Preis einfangen will.

Zu "Shaun das Schaf"

Filmstill aus Shaun das Schaf, drei Tiere laufen aus einer Tierfängerstation.

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Der 10jährige Rico ist ein "tiefbegabtes" Kind. Er kann sehr viel denken, aber eben anders als andere. Weil er manchmal etwas vergisst, spricht er wichtige Dinge auf seinen "Merkrekorder". Auf einem seiner Streifzüge durch die Nachbarschaft lernt Rico den hochbegabten Oskar kennengelernt, der ständig einen Schutzhelm trägt, weil er Angst vor Unfällen hat. Zunächst findet er ihn ziemlich "arrokant". Doch dann werden die beiden Jungen beste Freunde. Als Oskar zu einer Verabredung nicht erscheint und plötzlich verschwindet, macht Rico sich Sorgen und entdeckt auf der Suche nach seinem Freund eine heiße Spur: Steckt womöglich der Kinderentführer Mister 2000 hinter Oskars Verschwinden? Und was haben die Tieferschatten im alten Hausteil nebenan damit zu tun?

Zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"

Zwei Jungen stehen an einem Eisstand.

Deutsch lernen mit Filmen

VISION KINO hält zu sechs Kinder- und Jugendfilmen, die sich besonders für den Unterricht in Klassen mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen eignen, Materialsets bereit. Alle Materialien wurden im Schulunterricht mit Migrant*innen und Geflüchteten erprobt und enthalten insbesondere Übungen zum Sprachverständnis, zur Nacherzählung einer Filmhandlung und zur Beschreibung von Filmfiguren. Zwei dieser Filme, "Tschick" und "Vincent will meer", stellt FILM+SCHULE NRW im Rahmen des Labels Ausgezeichnet! über EDMOND NRW als Landeslizenzen für Lehrkräfte zur Verfügung.

Ausgezeichnet!-Filme zum Thema

Tschick

Der 14-jährige Maik ist ein Außenseiter in seiner Klasse. Auf eine Einladung zur Geburtstagsparty seines heimlichen Schwarms Tatjana wartet er vergeblich. Dieses Schicksal teilt er mit Tschick, einem russisch-deutschen Jungen, der neu in die Klasse gekommen ist und den alle für einen „Asi“ halten. Als Maik sich gerade auf langweilige Sommereferien einstellt (die alkoholkranke Mutter ist auf einer Entziehungskur, der Vater mit seiner jungen Sekretärin auf „Geschäftsreise“) steht plötzlich Tschick mit einem geklauten Auto vor der Tür und überredet ihn zu einer Spritztour. Auf der abenteuerlichen Fahrt durch die neuen Bundesländer werden aus den beiden Außenseitern bald Freunde.

Zu "Tschick"

Filmstill aus "Tschick", Tschick und Maik auf Tatjanas Party.

Vincent will meer

Vincents Vater ist Lokalpolitiker und mitten im Wahlkampf. Die Tics seines Sohnes, der unter dem Tourette-Syndrom leidet, sind ihm unangenehm. Deshalb schiebt er Vincent in eine Klinik ab. Dort trifft Vincent die magersüchtige Marie und den Zwangsneurotiker Alex. Die Drei beschließen gemeinsam abzuhauen und fahren in einem gestohlenen Wagen, verfolgt von Vincents Vater und der behandelnden Ärztin, nach Italien. Vincent will dort die Asche seiner kürzlich verstorbenen Mutter ins Meer streuen. Das Leben in der ungewohnten Freiheit stellt alle drei vor große Herausforderungen, die sie auf ihre Weise zu meistern versuchen. Schließlich muss jeder für sich entscheiden, wie es weiter geht. Am Ende der Reise ist zwar niemand geheilt, aber alles anders.

Zu "Vincent will meer"

Ein Filmstill aus "Vincent will meer", Vincent und Marie stehen im Regen.