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Die Mitte der Welt

DE 2016, Jakob M. Erwa

Ein Film über einen Teenager, der in einem Sommer alte Familiengeheimnisse lüftet und neue Gefühle entdeckt.

Themen
Coming-of-Age, Familie, Identität, Freundschaft, Liebe, Homosexualität, Konventionen

Die Mitte der Welt

So verwüstet wie die Natur auf dem Weg zu seinem Zuhause, so verwüstet ist seine Familie selbst, als Phil aus dem Urlaub zurück zu seiner Schwester und seiner Mutter kommt. Doch dann scheint alles gut zu werden:  Phil verknallt sich total in seinen neuen Mitschüler Nicholas. Für kurze Zeit wird alles rosarot. Die beiden kommen sich körperlich näher, aber die Antworten auf all die Fragen, die Phil zum Leben seines neuen Freundes hat, bleibt dieser ihm schuldig.

Phil schwebt auf Wolke 7 und genießt die sommerlichen Tage gemeinsam mit seiner besten Freundin Kat und Nicholas. Bei allem Mut schützt aber auch die Wolke 7 nicht vor Enttäuschungen. Auch in der Familie wird es zunehmend schwieriger: Das Zimmer der Schwester ist abgedunkelt, so wie die Vergangenheit der Geschwister und ihrer Mutter. Phil lässt Licht in das Zimmer und legt ein lang gehütetes düsteres Geheimnis offen. Findet er so seine „Mitte der Welt?“

Mit vielen Nahaufnahmen erzählt der Film sehr direkt und vermittelt die Gefühle seiner Protagonisten. Unterstützt werden diese Gefühlswelten durch wunderbare Popsongs und filmische Mittel wie etwa zwischen die Szenen geschnittene Clips von schmelzendem Eis, Feuer oder andere Personen, die vergleichbare Erfahrungen gemacht haben. Regisseur Jakob M. Erwa konnte sich mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andreas Steinhöfel einen Traum verwirklichen. Er hat die Umsetzung des Buches lange vorbereitet und die vielen Auszeichnungen geben ihm Recht – er hat einen wundervollen, berührenden und vielschichtigen Film geschaffen.

FSK: 12   |   Altersempfehlung: ab 14 J.   |   Klassenstufe: ab 9. Klasse