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Kaddisch für einen Freund

DE 2012, Leo Khasin

Ein Film über den 14-jährigen Ali, der sich in Berlin mit seinem neuen Nachbarn, einem jüdischen Mann, und seinen eigenen Vorturteilen konfrontiert sieht.

Themen
Antisemitismus, Erwachsenwerden, Migration, Toleranz, Vorurteile

Kaddisch für einen Freund

Der 14-jährige Ali zieht mit seiner Familie in eine neue Wohnung in Berlin. Schon beim Einzug erfährt er, dass direkt über ihm ein alter Mann wohnt, der Jude ist – Alexander. Aufgrund von Alis Erziehung und seinen Erfahrungen als palästinensischer Geflüchteter sind er und seine Familie Juden gegenüber feindlich eingestellt. Durch seinen Cousin lernt Ali eine Gruppe arabischer Jugendlicher kennen, die „ihr“ Viertel aggressiv verteidigen und ihm eine Mutprobe auferlegen. Er verschafft ihnen Zugang zu Alexanders Wohnung, wo er mit ihnen seine Habseligkeiten verwüstet und eine Hassnachricht an die Wand sprüht.

Alexander erkennt Ali und erstattet Anzeige gegen ihn. Da Alis Familie der Verlust ihrer Aufenthaltsgenehmigung droht, wenn er sich einen Eintrag im Strafregister leisten, versucht Alis Mutter die Situation zu retten. Sie trägt Ali auf, Alexanders Wohnung zu renovieren, damit dieser die Anzeige zurücknimmt. Auch Alexander kommt dies gelegen, da er aufgrund seines Alters nicht mehr als fähig angesehen wird, sich um seine geliebte Wohnung zu kümmern und ins Seniorenheim umziehen soll.

Während Alis Arbeit in Alexanders Wohnung lernen sich die beiden besser kennen, können langsam ihre Vorurteile ablegen und werden sogar Freunde. Die bereits ins Rollen gekommene Strafverfolgung aufgrund des Wohnungseinbruchs lässt sich jedoch nicht mehr aufhalten.

Länge: 94 Min.   |   FSK: Ab 12 J.   |   Altersempfehlung: ab 14 J.   |   Klassenstufe: ab 8. Kl.