Wir fördern Filmkompetenz. Film und Schule NRW

Film und Schule NRW

SchulKinoWochen NRW 2014

Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung, empfiehlt den Besuch der SchulKinoWochen NRW 2014


SchulKinoWochen NRW 2014 begeistern mehr als 80.000 Schülerinnen und Schüler

Die SchulKinoWochen NRW boten auch in ihrer siebten Ausgabe einen attraktiven alternativen Lernort: Auch in diesem Jahr lockten sie erneut mehr als 80.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zur besten Unterrichtszeit in die Lichtspielhäuser des Landes. Veranstaltet wurden die SchulKinoWochen NRW, die vom 16. Januar bis 5. Februar in 101 Kinos über die Leinwände liefen, von „VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz“ und „FILM + SCHULE NRW“, einer gemeinsamen Initiative des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und des NRW-Schulministeriums.

Drei Wochen lang haben mehr als 130 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme die Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen dafür begeistert, im Kino über das Medium Film zu lernen. In über 1.000 Vorstellungen in den 78 teilnehmenden Städten warfen die Kinder und Jugendlichen einen Blick auf ferne Welten und fremde Kulturen, tauchten in reale und fiktive Wirklichkeiten ein und stärkten mit dem Kinobesuch und der Vor- und Nachbereitung des Gesehenen im Unterricht ihre Medienkompetenz. Zu allen ausgewählten Filmen war kostenloses Unterrichtsmaterial verfügbar. Und darüber hinaus standen auch in diesem Jahr Regisseure und Schauspieler, Experten und Filmpädagogen dem jungen Publikum direkt nach den Filmen Rede und Antwort.

Projektleiterin Marlies Baak-Witjes freut sich über den anhaltenden Erfolg des Projekts, sieht aber auch die Herausforderungen für die Zukunft: „Wir haben begonnen, die SchulKinoWochen NRW zu „inklusiven“ SchulKinoWochen auszubauen und werden diesen Weg fortsetzen.  2012 hatten wir mit „Ein Tick anders“ erstmalig einen  Eröffnungsfilm zum Thema Behinderung, 2013 haben wir gemeinsam mit der TU Dortmund ein Pilotprojekt initiiert, bei dem sich Schülerinnen und Schüler aus Regel- und aus Förderschulen  in gemeinsamen Filmveranstaltungen und anschließenden Workshops kennen und schätzen lernen konnten.  2014  haben wir diese Angebote ausgebaut und den Inklusionsbegriff erweitert – mit Filmen, die nicht nur  das Verständnis für  Menschen mit Behinderungen, sondern auch für Menschen aus anderen Kulturen fördern wie z.B. der diesjährige Eröffnungsfilm „Das Mädchen Wadjda“. Wadjda hat keine körperliche oder geistige Behinderung, aber sie wird behindert durch Verbote, wie sie für Mädchen in der saudi-arabischen Gesellschaft bestehen – wie z.B. das Verbot, Fahrrad zu fahren."

In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung  richteten die SchulKinoWochen NRW mit Kinoseminaren in ausgesuchten Spielstätten einen weiteren Fokus auf den Ausbruch des 1. Weltkriegs, der sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal jährt, oder aktuellen kontroversen Produktionen wie dem mit mehreren Deutschen Filmpreisen ausgezeichneten Debütfilm „Kriegerin“. Auch die gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung, den Medienzentren und weiteren Partnern durchgeführten Fortbildungen für  Lehrerinnen und Lehrer fanden große Resonanz.

Im Rennen um die Zuschauergunst der SchulKinoWochen NRW setzte sich „Das kleine Gespenst“ mit den mit Abstand meisten Anmeldungen durch, aber auch der diesjährige Eröffnungsfilm „Das Mädchen Wadjda“ und „Die Abenteuer des Huck Finn“ erfreuten sich großer Beliebtheit.

Bevor sich die Leinwand-Vorhänge der SchulKinoWochen NRW zur Neuauflage 2015 wieder öffnen, haben Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen und Schulformen bis zum 22. Februar die Möglichkeit, Filmkritiken zu den von ihnen besuchten Filmen zu verfassen und damit am gemeinsam mit „Spinxx.de – Onlinemagazin für junge Medienkritik“ organisierten Wettbewerb teilzunehmen. Weitere Informationen dazu unter www.schulkinowochen.nrw.de.


Filmkritikerwettbewerb im Rahmen der SchulKinoWochen NRW 2014 - Die Jury hat getagt

Meckern erlaubt, Lob auch! - unter diesem Motto fand im Rahmen SchulKinoWochen NRW ein Filmkritikerwettbewerb statt. Die Schülerinnen und Schüler sollten zu dem Film, den sie bei den SchulKinoWochen NRW gesehen haben, eine Filmkritik schreiben und diese bei uns einreichen.

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus vielen Kritiken die Preisträger zu benennen. Aber nun stehen die Gewinner fest:


Der Trickfilmworkshop für die gesamte Klasse geht an:
Fatmir und Konstantin aus der Klasse 4a der GGS Kettelerstrasse in Köln-Meschenich
für ihre Kritik zu dem Film „Lippels Traum“

Fatmir und Konstantin schreiben in ihrer Kritik zum Film „Lippels Traum“, dass es ein schönes Erlebnis war, den Film gemeinsam mit der ganzen Klasse anzuschauen. Wie viel Spaß euch der Ausflug ins Kino gemacht hat, merkt man auch eurer Kritik an, die rundum gelungenen ist. Ihr gebt in eurem Wettbewerbsbeitrag den Inhalt und die Stärken des Films in nur wenigen Sätzen so lebendig wieder, dass man sich sehr gut vorstellen kann, worum es geht. Besonders gefällt uns, dass ihr auch erwähnt, welche Gefühle die Filmvorstellung in euch ausgelöst hat. Auch das Fazit ist euch richtig gut gelungen.

Herzlichen Glückwunsch!


Der Kinobesuch für die ganze Klasse mit einem Filmschaffenden geht an:
Marco Habersack, Klasse 10, Gymnasium Hammonense, Hamm, 
für seine Kritik zu dem Film: "Kaddisch für einen Freund"

An der Filmkritik zu „Kaddisch für einen Freund“ von Marco Habersack hat uns der kritische Zugang sehr gut gefallen. In seinen wohl durchdachten Ausführungen weiß der Autor sehr genau die Punkte zu benennen, die den Film auch für die jugendliche Zielgruppe relevant machen, nämlich die humorvolle Beschäftigung mit dem Themenfeld Vorurteil und Antisemitismus. Zugleich weist er aber auch auf die Aspekte hin, die nicht überzeugt haben, z.B. die stereotype Charakterisierung der Nebenfiguren. Marco Habersack gelingt damit eine sprachlich einwandfreie Würdigung des Films, die sich ohne jeden Hauch von Polemik traut, auf die eine oder andere Schwäche hinzuweisen.
 

Der Kinobesuch für die ganze Klasse geht an:
Konrad Winkler, Klasse 6, Ernst-Mach-Gymnasium Hürth für seine Kritik zu dem Film: "Krieg der Knöpfe"

Konrad hat mit seiner Filmkritik zu „Krieg der Knöpfe“ nicht nur einen treffenden, neugierig machenden Teaser geschrieben und mit seinen weiteren Ausführungen das umgesetzt, was eine gute Kritik braucht. Er hat nach einer klar formulieren Information über den Filminhalt für die eigene Begeisterung über den Film auch die treffenden Worte und die richtige Form gefunden. Die Kritik ist hinreichend ausführlich, aber nicht ausschweifend und die Inhaltsangabe lässt genug Fragen offen, die Lust auf mehr machen. Sein Fazit fasst die ihm wichtigen Punkte an dem Film treffend zusammen – einfach gut!


Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch!

Alle eingereichten Kritiken stehen auf der Seite von Spinxx.de.

Allen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben: Vielen Dank für eure tollen Kritiken!